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Laibach, Lausitz, Lipsk – Was ist Neue Sorbische Kunst?
Eine diskursive Erkundung mit Dr. Inke Arns (Kunsthalle Dortmund), Bernhard Schipper (Künstler/ Leipzig) und Alexander Pehlemann (Zonic/ Leipzig)
1984 formierte sich in Ljubljana um die seit 1980 aktive Industrial-Kunst-Band Laibach die Bewegung Neue Slowenische Kunst (NSK), die sich ästhetisch wie thematisch provokant in den Zerfallsprozess Spätjugoslawiens einmischte, was international auch durch die Verbreitung von Laibach über das renommierte Label Mute wahrgenommen wurde. Nach der Unabhängigkeit Sloweniens transformierte die Ur-NSK sich 1992 in einen virtuellen transnationalen Staat, den NSK – state in time. Diese soziale Plastik tausender Bürger wurde 2010 in deren Hände gelegt, was zur Gründung der Leipziger Gruppe NSK Lipsk führte, die wiederum 2014 die 1st NSK Folk Art Biennale in der Spinnerei durchführte. Hier begegnete die bereits mit der slawischen Ortsnamenwahl angedeutete Idee einer von der Ur-NSK inspirierten, zugleich aber spezifisch weiterentwickelten Neuen Sorbischen Kunst der bereits Anfang der 1990er ästhetisch ähnlich agierenden Bautzener Kunstgruppe Riefenstahl, eingebracht von deren Mitglied Bernhard Schipper.
Inke Arns, Direktorin und Chef-Kuratorin der kürzlich aus dem Hartware Medienkunst Verein hervorgegangenen Kunsthalle Dortmund, hat als Kuratorin wie Autorin entscheidende Beiträge zur Wahrnehmung und Einordnung von NSK geliefert und diskutiert diese wechselwirkenden Querbezüge und Weiterentwicklungen mit Bernhard Schipper sowie Alexander Pehlemann, dessen Magazin Zonic die Neue Sorbische Kunst 2013 erstmalig in die Welt setzte.