Fell und Stahl
Jay Gard und Anna Haifisch
24. Mai – 5. Juli 2026
Fell und Stahl
Jay Gard und Anna Haifisch
24. Mai, 16 Uhr
Eröffnung
28. Mai, 12 Uhr
Fahrradtour
KunstHaus– Kunstraum –Villa Schöningen
5. Juli, 16 Uhr
Finissage und Katalogvorstellung
„Unboxing Bauhaus“ in Kooperation mit der
Bauhaus-Universität Weimar
Hünd und Snörk kommen ins KunstHaus Potsdam. Gemeint sind damit die Arbeiten von Jay Gard und Anna Haifisch, die im Kunsthaus Potsdam erstmals
gemeinsam ausstellen.
Der Bildhauer Jay Gard zeigt zwei seiner raumgreifenden Metallskulpturen, die den „Schnörkel“ (=Snörk), also das Ornament wesentlich in sich tragen und Bezüge schaffen zur Kunst und Architektur des Barock und Rokoko. Anna Haifisch ist Zeichnerin, Illustratorin und Künstlerin, in ihren häufig im Comic verhafteten Arbeiten begleiten wir ihre Protagonisten, häufig Wesen zwischen Mensch und Tier, durch den (kunstschaffenden) Alltag. In der Ausstellung „Fell und Stahl“ dreht es sich vor allem um den Hünd, eine hündische Figur, die an die Windspiele Friederichs II. Angelehnt ist.
Jay Gard und Anna Haifisch kennen sich seit beinahe 20 Jahren. Sie haben zusammen an der HGB Leipzig studiert, haben beide in New York gearbeitet, zusammen gewohnt – aber noch nie gemeinsam ausgestellt. Die Idee zur Ausstellung kam durch den gemeinsamen Potsdambezug, der in den Arbeiten beider zu finden ist: Anna Haifisch hat für die Königliche Porzellan-Manufaktur die Edition „Friedrichs Hunde“ entwickelt, die die Windspiele des Königs Biche, Alcmène, Thisbe, Phillis, Arsinoe, Superbe und Hasenfuß, begraben neben ihrem Besitzer am Fuße des Schlosses Sanssouci, in ihrem Leben als Königshunde zeigt. Jay Gard hat sich in einigen Arbeiten mit dem Schloss und Schlosspark Sanssouci und dem Baumeister Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff beschäftigt. Seine Arbeit „Sanssouci“, die vor dem Eingang der Investitionsbank Brandenburgs in der Babelsberger Straße im öffentlichen Raum Potsdams steht, zeigt ein ganzes Repertoire der Auseinandersetzung mit dem Friderizianischen Rokoko. Gemeinsam entwickeln sie für „Fell und Stahl“ eine Kombination aus beiden Bildwelten, die jede für sich stehend trotzdem im Zusammenspiel gemeinsam funktionieren. Als gemeinschaftliche Arbeiten entstehen ein Zine, also eine kleine Publikation, und ein Mixtape, die das Gemeinsame, aber auch das Künstler:insein als solches unterstreichen.